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    Hörwahl›Hören›Glossar

    Die Technologie, verständlich erklärt.

    20 Fachbegriffe aus der Hörakustik — jeweils in einem Satz und ausführlich, mit den Geräten, die die Technologie an Bord haben.

    Bauform & Tragekomfort 4

    RIC — Receiver-in-CanalDie häufigste moderne Bauform: Der Lautsprecher («Hörer») sitzt im Gehörgang, das Gehäuse mit Elektronik diskret hinter dem Ohr — verbunden durch einen hauchdünnen Draht.
    IIC — Invisible-in-CanalDie kleinste Bauform: Das komplette Gerät wird nach Ohrabdruck gefertigt und verschwindet tief im Gehörgang — von aussen praktisch unsichtbar.
    IP68 — SchutzklasseDie höchste übliche Schutzklasse für Hörgeräte: staubdicht und geschützt gegen dauerndes Untertauchen unter definierten Bedingungen.
    Dome & OtoplastikDas Ohrpassstück, das den Hörer im Gehörgang hält: ein weicher Standard-Silikonschirm («Dome») oder eine massgefertigte Otoplastik nach Ohrabdruck.

    Klang & Signalverarbeitung 5

    Kanäle (Verstärkung)Die Anzahl Frequenzbänder, in denen das Gerät den Klang separat analysieren und verstärken kann — z. B. 20 oder 48 Kanäle.
    Richtmikrofone & BeamformingMehrere Mikrofone pro Gerät richten den «Hörfokus» automatisch auf die sprechende Person aus und blenden Schall von hinten und der Seite ab.
    KI-Chip & neuronale NetzeEin dedizierter zweiter Prozessor führt ein trainiertes neuronales Netz aus, das Sprache und Störlärm in Echtzeit voneinander trennt.
    Tinnitus-NoiserEine Zusatzfunktion, die ein leises, individuell einstellbares Rauschen erzeugt, das vom Ohrgeräusch ablenkt und es weniger wahrnehmbar macht.
    OSPL90Der maximale Schalldruck, den ein Hörgerät am Ohr überhaupt erzeugen kann, gemessen bei lautem 90-dB-Eingang und voll aufgedrehter Verstärkung.

    Konnektivität & Streaming 5

    Streaming-ProtokolleSammelbegriff für die Audio-Standards, mit denen Hörgeräte Telefon, Musik, TV oder öffentliche Durchsagen empfangen: MFi, ASHA, Bluetooth Classic, LE Audio und Auracast.
    AuracastEin neuer Bluetooth-Standard, mit dem öffentliche Orte — Bahnhöfe, Kinos, Kirchen — Audio direkt an beliebig viele Hörgeräte gleichzeitig senden können.
    Bluetooth LE AudioDie neue Bluetooth-Audio-Generation: bessere Klangqualität bei deutlich geringerem Stromverbrauch — die Grundlage für Auracast.
    ASHA & MFiDie «klassischen» Streaming-Protokolle: MFi (Made for iPhone) für Apple-Geräte, ASHA für Android — beide streamen direkt, aber nur 1-zu-1.
    Telecoil (T-Spule)Eine kleine Empfangsspule im Hörgerät, die das Signal induktiver Höranlagen empfängt — heute noch der Standard in Kirchen, Theatern und an Schaltern.

    Energie & Batterie 2

    Lithium-Ionen-AkkuFest verbauter, wiederaufladbarer Akku: über Nacht ins Ladecase, morgens 16–36 Stunden Laufzeit — kein Batteriewechsel mehr.
    Zink-Luft-BatterieDie klassische Einweg-Knopfzelle: aktiviert sich durch Luftkontakt nach dem Abziehen der Schutzfolie und hält je nach Grösse 3–10 Tage.

    Versorgung & Anpassung 4

    AudiogrammIhre persönliche Hörkurve: Das Ergebnis des Hörtests zeigt für jede Frequenz, ab welcher Lautstärke Sie Töne wahrnehmen.
    ProbetragenDie mehrwöchige Testphase im echten Alltag — in der Schweiz üblich; Dauer, Kosten und Bedingungen klären Sie vorab mit dem Fachgeschäft.
    Receiver (Hörer) S/M/P/UPDer austauschbare Lautsprecher («Hörer»), der bei RIC-Geräten im Gehörgang sitzt. Es gibt ihn in Stärkeklassen von Standard (S) bis Ultra-Power (UP), die festlegen, wie kräftig das Gerät überhaupt werden kann.
    Performance-Level vs. ReceiverZwei oft verwechselte Dinge: das Performance-Level (Software-Ausstattung, z. B. 90/70/50) und die Hörerklasse (Hardware-Leistung, also wie laut das Gerät werden kann).

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    Lieber im Zusammenhang verstehen?

    Im Ratgeber erklären wir die Technologien dort, wo sie hingehören: in Ihren Hörsituationen.

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